Achatkeramik

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„Agateware“ ist eine keramische Dekortechnik, bei der unterschiedlich gefärbte Tone kombiniert und vermischt werden, um marmorierte Muster zu erzeugen, die an natürlichen Achat erinnern. Die Muster entstehen dabei im Inneren des Tonkörpers selbst, anstatt auf die Oberfläche aufgetragen zu werden.

Bei dieser Technik bereiten Töpfer Tonmassen vor, die mit verschiedenen Mineralpigmenten oder natürlichen Tonfarben eingefärbt sind. Diese Tone werden geschichtet, verdreht, gefaltet oder leicht miteinander vermengt, bevor sie zu Gefäßen oder anderen Objekten geformt werden. Wenn der Ton geschnitten, gedehnt oder auf der Töpferscheibe gedreht wird, treten die inneren Muster an der Oberfläche hervor.

Die entstehenden Marmorierungen können an fließende Bänder, Wirbel oder unregelmäßige Farbstreifen erinnern. Da sich das Muster durch den gesamten Tonkörper erstreckt, bleibt der dekorative Effekt auch nach dem Abdrehen oder der Formgebung sichtbar.

Techniken der Achatkeramik wurden in verschiedenen Keramiktraditionen angewandt und erlangten in der europäischen Keramik des 18. Jahrhunderts besondere Bekanntheit. Ähnliche Verfahren mit gemustertem Ton finden sich auch in anderen Keramiktraditionen und sind konzeptionell mit Techniken wie Nerikomi verwandt.

Nach der Formgebung werden Stücke aus Achatkeramik üblicherweise mit einer transparenten Glasur versehen, die die natürliche Marmorierung des Tons hervorhebt.

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